Service · AdBlue / SCR

AdBlue Off

AdBlue Off: technische Hintergruende zur SCR-System-Deaktivierung im ECU. Rechtliche Hinweise, Plattformen, ECU-Unterstuetzung.

Rechtlicher Rahmen

Wichtiger Hinweis: Die Deaktivierung des SCR-Systems (AdBlue) im ECU ist im öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland und der EU nicht zugelassen. AdBlue Off setzen wir ausschließlich für Off-Road-Einsatz und Export außerhalb der EU um. Eine ausführliche rechtliche Beratung erfolgt vor jedem Auftrag.

Wie funktioniert das SCR-System?

Das Selective Catalytic Reduction System nutzt eine wässrige Harnstofflösung (AdBlue / DEF), die vor dem SCR-Katalysator eingedüst wird. Im Katalysator reduziert das aus dem Harnstoff freigesetzte Ammoniak die Stickoxide im Abgas zu Stickstoff und Wasser. Das System wird vom ECU über mehrere Sensoren überwacht:

  • NOx-Sensoren vor und nach SCR
  • Temperatursensor im Katalysator
  • Füllstands- und Qualitätssensor im AdBlue-Tank
  • Einspritzventil mit Dosier-Feedback

Typische SCR-Probleme

  • Kristallisation in der Dosiereinheit — führt zu Defekten der Einspritzventile
  • NOx-Sensor-Drift nach Laufleistungen über 150.000 km
  • AdBlue-Tank-Vereisung in kalten Klimazonen
  • Software-Limp-Modus bei längerer Fehlfunktion mit drohendem Startverbot

Welche ECU-Anpassungen umfasst AdBlue Off?

  • Deaktivierung der AdBlue-Dosiersteuerung
  • Plausibilisierung der NOx-Sensor-Signale
  • Anpassung der NOx-Modellrechnung
  • Deaktivierung der Startverhinderungs-Logik
  • Entfernung relevanter DTCs (P204F, P207F, P2BA9 …)

Unterstützte Plattformen

EDC17CP44/CP54, MD1CP004, MD1CS014 (3.0 TDI), MD1CP014 (4.0 TDI Biturbo V8), MD1CS004 (2.0 TDI EVO). Bei modernen Mercedes-Plattformen: Continental SID310 und Delphi DCM6.2.

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